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Grundlagen:

Der Begriff "Elektrosmog" ist Ende der siebziger Jahre entstanden. Sein Wortbestandteil "smog" setzt sich aus den beiden englischen Worten "smoke" (Rauch) und "fog" (Nebel) zusammen. Parallel zu dem "normalen" Smog bedeutet Elektrosmog also die zunehmende "Verunreinigung" der menschlichen Umgebung mit elektromagnetischer Strahlung. Hierbei werden jedoch die unterschiedlichsten Strahlungsarten von Feldern und Wellen in einen Topf geworfen, was eine Unterscheidung nötig macht. Künstliche elektrische und magnetische Wechselfelder sind heute fast allgegenwärtig. Einerseits wirken Felder von außen auf uns ein wie beispielsweise durch Hochspannungsleitungen, die Oberleitungen von Bahnlinien oder Rundfunk-, Fernseh- und Mobilfunksender. Andererseits erzeugen wir sie im Arbeits- oder Wohnumfeld selbst, z.B. durch ungeeignete Elektroinstallationen und Geräte, Mobiltelefone, Bildschirme oder eine scheinbar harmlose elektrische Heizdecke oder ein Radiowecker. Dabei gehen in den meisten Fällen von den selbst verursachten Felder im Haushalt oder Büro größere Belastungen aus als beispielsweise von einer weiter entfernten Hochspannungsleitung oder Eisenbahn-Oberleitung.



Wesentliche Zusammenhänge zwischen elektrischen und magnetischen Feldern:

- Elektrische Wechselfelder entstehen überall dort, wo eine Wechselspannung anliegt, d.h. im
Haushalt beispielsweise um alle Stromkabel bis zum angeschlossenen Elektrogerät bzw. dessen
Schalter. Und zwar auch, wenn dieses Gerät ausgeschaltet ist!

- Zusätzlich entstehen magnetische Wechselfelder ab dem Moment, wo ein Elektrogerät
eingeschaltet wird, also sobald der Strom fließt. Es hat dieselbe Frequenz wie das entsprechende
elektrische Feld. So haben wir also elektrische und magnetische Felder.

- Von elektromagnetischen Wellen (Hochfrequenz) spricht man bei Frequenzen ab
ca. 30 Kilohertz, da sich ab hier elektrische und magnetische Wellen "verschweissen". Dazu
gehören Emissionen von Radio / Fernseh-Sender, Radar, Funktelefonen, Mobilfunk-Sendern,
Wireless-LAN und Bluetooth.

- Elektrische Gleichfelder oder auch elektrostatische Ladungen, kennen wir vom Knistern unserer
Kleidung oder der schmerzhaften Entladung an der Autotüre, wenn wir aus dem Wagen steigen.
Ursachen sind Aufladungen durch synthetische Stoffe (Teppiche, Kleidung ).

- Magnetische Gleichfelder finden wir in der Natur (Erdmagnetfeld).
Diese sind oft im Wechselspiel mit Metall im Wohnbereich (Bett, Sofa, Tisch).
Es entstehen dabei grosse Magnetfeldunterschiede auf kleinstem Raum, die
die Schlafqualität beeinflussen.

Im europäischen Raum treten hauptsächlich folgende Wechselfelder auf:

Frequenzen:

16,67 Hertz:
Eisenbahn-Oberleitungen (Bahnstrom).
50 Hertz: Stromnetz (Haushalt, Hochspannungsleitungen).
Vielfache von 16,67 und 50 Hertz: Sogenannte natürliche Oberwellen dieser Frequenzen.
Bis ca. 100 Kilohertz: Künstliche Oberwellen, die durch den Einsatz von elektronischen
Vorschaltgeräten entstehen, z.B Leuchtstoffröhren, Sparlampen und Schaltnetzteilen.
100 Kilohertz bis ca. 100 Gigahertz: Hochfrequenz, durch Sendeantennen von Rundfunk,
Fernsehen, Mobilfunk, Radar (Flughafen Militär), Bluetooth PC-Schnittstellen sowie Wireless-LAN
( kabelloses Internet ).
Baubiologische Richtwerte [55 KB]


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